9. Bürgermeisterrundgang-Bericht

 

Bereits zum neunten Mal hat der CSU-Ortsverband und die CSU-Fraktion zum Bürgermeisterrundgang mit dem 1. Bürgermeister Roland Schmitt eingeladen.

Am Samstag, den 27. April war das aktuelle Thema Insektenschutz und Ausgleichsflächen in der Gemarkung Rottendorf an der Reihe.

Ziel war es, den Bürgerinnen und Bürger zu zeigen, dass die Gemeinde Rottendorf schon immer viel für den Tier- und Umweltschutz in Form von Ausgleichsflächen tut.

Nachdem diese Ausgleichsflächen in der ganzen Gemarkung verteilt sind, entschied man sich, sie mit einem Bus zu erkunden.

Der Ortsvorsitzende Robert Geulich konnte über 70 Interessierte begrüßen.

Dies tat er am neuen Bolzplatz am Grasholz, um hier direkt daneben auf einer Ackerfläche Blumen einzusäen.

Auf rund 4200 m² wurde eine Blühmischung mit dem Namen“ Tübinger Bienenschmaus“ von einem Landwirt eingesät. Die restlichen 800 m² sollten beim Bürgermeisterrundgang von Hand gesät werden. Da es aber kurz zuvor geregnet hatte, war dies mit Rücksicht auf den später zu besteigenden Bus nicht möglich. Einige Jugendliche vom Rottendorfer Jugendrat haben aber unter Anleitung von Gemeinderat Detlev Riedl die Einsaat übernommen, sodass die gesamte Fläche vor dem nächsten Regen eingesät war. Und der kam schon gleich danach. Somit hat diese Fläche die besten Bedingungen, um ein Blumenmeer zu werden.

Gemeinderat Detlev Riedl mit einigen Jugendlichen beim Einrechen des Blumensaatgutes

Die für die Teilnehmer/innen vorbereiteten Samentüten wurden mit dem Hinweis ausgehändigt, zu Hause eine Fläche einzusäen. Dies kann dann als persönlicher Beitrag zum Insektenschutz angerechnet werden, den jede/r leisten sollte.

Nun übernahm der 1. Bürgermeister Roland Schmitt die Führung und bat und in den Bus einzusteigen.

Gemeinderat Bernhard Scheckenbach steuerte den Bus sicher auch über teils schwieriges Gelände.

Das erste Ziel war die Hamsterausgleichsfläche im Bereich Speierleinsgraben.

Hierhin soll der Hamster aus dem neuen Baugebiet „Sand West“ umgesiedelt werden. Es sind schon die Streifen für die Hamsterfläche erkennbar. Im Wechsel stehen Getreide, Luzerne und Blühstreifen. Auf einer Länge von ca. 700 m und einer Fläche von 70000 m² soll die neue Heimat der Nager entstehen.

Direkt daneben liegt noch die allgemeine Ausgleichsfläche für das neue Baugebiet mit 32000 m².

Bei der Weiterfahrt nahm man den Abriss und Neubau der Autobahnbrücke „Rothof“ genau unter die Lupe. Diese Baumaßnahme nimmt gigantische Ausmaße ein. Hier wies Bürgermeister Roland Schmitt auf die Bemühungen aller Parteien und Gruppierungen im Rottendorfer Gemeinderat hin, einen Lärmschutz für unsere Gemeinde zu erreichen.

Auf dem Weg nach Rothof wurde die Ausgleichsfläche vor dem Ortsteil mit einer Größe von 13500 m² erläutert. Das besondere hier ist das Feuchtbiotop und die vielen gepflanzten Bäume.

Das nächste Ziel war der Reißbach mit seiner Aufweitung und Schaffung von Wasserflächen beim Entstehen des gleichnamigen Gewerbegebietes. Bei der Hinfahrt zeigte uns Roland Schmitt eine sehr naturbelassene, direkt am Rande des Gewerbegebietes liegende Fläche von ca. 60000 m² entlang des Hühnleinsberges, die weitgehend in Privatbesitz ist.

26300 m² hat das Straßenbauamt als Ausgleichsfläche für die B8 angelegt. Hier gedeiht eine Streuobstwiese direkt hinter der Brünnleinswiese. Diese ist selbst ein Feuchtbiotop mit einer natürlichen Wassereinspeisung aus der Flurlage „Kronstadter Boden“.

Direkt dahinter grenzt eine Gemeindefläche an, die 27500 m² umfasst und durch Lesesteinhaufen, Wurzelstöcke und wechselnde Pflege biologisch sehr hochwertig ist.

Immer wieder kamen die Hinweise auf schonende Pflegemaßnahmen der Wegränder durch den Bauhof und Brennnesselflächen, die gar nicht gemäht werden sollen. Hier gibt es auf Anregung der Rottendorfer Agenda 21 Absprachen mit der Gemeinde und den angrenzenden Landwirten bei der Pflege der Weg- und Feldränder auf für Tiere (z. B. Schmetterlingsraupen) wertvolle Pflanzen zu achten.

Quer durch die Gemarkung ziehen sich Gewässer- und Erosionsschutzstreifen, die die Landwirte freiwillig im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramm angelegt haben. Der Bayerische Staat gleicht den Minderertrag finanziell aus.

Die Gemeinde Rottendorf stellt den Landwirten für über 2000 € Blumensaatgut zur Verfügung um diese Gras- und Luzernestreifen mit Blumen aufzuwerten.

Kurz vor der Wiedereinfahrt ins Gewerbegebiet zeigt uns der 1. Bürgermeister Roland Schmitt noch den Steinhammergraben mit einer Fläche von 31000 m², der ein besonderes Idyll für Niederwild darstellt.

Beim abschließenden Einkehren in die Nebenräume der EN Halle empfing uns Gemeinderätin Monika Wohlfart mit ihrem Bewirtungsteam sehr herzlich.

Bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit wurde noch intensiv über die interessante Rundfahrt diskutiert. Bei dem zwischenzeitlich eingesetzten Regen konnten alle sicher sein, dass auf der eingesäten Blühwiese auch Blumen gedeihen können.

Am 2. Juni 2019, veröffentlicht in: Berichte, neu von
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