Politischer Aschermittwoch 2007

Das C in der Patei angemahnt

Mit einer nahezu kabarettistischen Einlage überraschte die Junge Union mit ihrem Vorsitzenden Hans-Joachim Schuller. Markus Gruber spielte den Noch-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Melanie Kuhn verlas als Engel Aloisius eine Botschaft von Franz-Josef Strauß an seinen Ziehsohn Stoiber: „Du hättest auf jeden Fall Fränkisch lernen müssen, mein Sohn”, meinte die Stimme aus dem Himmel, „nachdem die Franken in Bayern mit Gewalt an die Macht drängen”.

Der stellvertretende Landrat und CSU-Kreisvorsitzende Eberhard Nuß unterstützt die Forderung nach bezahlten Kindergartenplätzen. Bereits jetzt müssten die Eltern nur 20 Prozent der Kosten selbst bezahlen, gab Nuß zu bedenken.

Beifall bekam zweiter Bürgermeister Peter Patalong, als er den parteipolitischen Stil seiner Partei am Beispiel des Stoiber-Rückzuges kritisierte: „Man kann nicht einerseits eine fast einstimmige Solidarität mit Stoiber verkünden und im nächsten Moment auf ihn schießen.“ Ein aufrichtiger Umgang sei auch eine der Voraussetzungen für das C in der Partei, betonte Patalong.

An zahlreichen Beispielen auch aus anderen Bundesländern und aus dem Bund zeigte Hubert Bell aus dem Ortsteil Rothof auf, wie in der Politik die Jagd nach Posten dominiert. „Fast alle Ministerpräsidenten wurden irgendwann aus dem Amt gedrängt, und wäre Franz-Josef Strauß nicht gestorben, hätte auch ihn dasselbe Schicksal ereilt”, war sein Resümee. CSU-Ortschef Robert Geulich freute sich über die Zusage von Eberhard Nuß, dass auch die Feuerwehren der Ortsteile von seiten des Landratsamtes unterstützt werden sollten.

Am 20. Februar 2007, veröffentlicht in: Berichte von
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