Besichtigung des Mainfrankentheaters

Am 3. Januar hat sich eine Besuchergruppe auf Einladung des CSU-Ortsverbandes Rottendorf im Mainfrankentheater Würzburg eingefunden. Ziel war es, wie bei vielen anderen CSU-Veranstaltungen auch, einmal hinter die Kulissen des Alltäglichen schauen zu dürfen.

Unser Theaterführer, Herr Julian Menninger, hat sehr kompetent vieles von dem gezeigt, was zu einem funktionierenden Theater dazu gehört, und vom Publikum gar nicht wahr genommen wird. Auffällig war zu aller erst die unterschiedlichen Farben der Türen. Rot sind die Türen gestrichen, die zur Bühne hin führen, und dort Ruhe herrschen muss. Grün sind die von der Bühne weg führenden Türen farblich gekennzeichnet. Die fast zwei Dutzend Besucher fassende Gruppe wurde über die Beleuchtungsbrücke über der Bühne und dem Zuschauerraum zum Bühnenturm geführt.

Dieser über 18 Meter hohe Turm, der sich über die gesamte Bühne, also auf einer Fläche von ca. 20 Meter auf 24 Meter erhöht ist voll gespickt mit Ton – und Lichttechnik. Diese enorme Höhe ist für die Platzierung von entsprechenden Bühnenbildern notwendig. Auch der rückwärtige Zugang zur Bühne ist mit 8 Meter hohen Türen ausgestattet, damit die Werke aus dem dahinter liegenden Malersaal oder der Schreinere auf die Bühne gebracht werden können. Die verschiedenen Bühnenbilder können je nach Bedarf nach oben weggezogen oder heruntergelassen werden.

Echte Künstler sind im Malersaal am Werke.  Jede denkbare Kulisse kann hier gemalt werden.

Die jüngsten Besucher vor einigen gelagerten Kulissen: v. l. Eva und Philipp Rumpel, Konrad Geulich,  Robin Näder und Melissa Grümpel

Die jüngsten Besucher vor einigen gelagerten Kulissen:
v. l. Eva und Philipp Rumpel, Konrad Geulich, Robin Näder und Melissa Grümpel

Nachdem jedes Theater seine Darbietungen als Gesamtkunstwerk versteht, wird neben der Inzenierung auch auf die Ausstattung größten Wert gelegt. Dazu gibt es neben der Plasitikerwerkstatt auch eine Gewandmeisterei. Hier werden vom Kostümbildner und dem Gewandmeister die tollsten Kostüme geschneidert.

Hier sind Teile der Besuchergruppe in der Gewandschneiderei zu sehen.

Hier sind Teile der Besuchergruppe in der Gewandschneiderei zu sehen.

Solche tollen Kostüme wie hier, für eine der nächsten Aufführungen, werden dort angefertigt.

Kostüme des Mainfrankentheaters

Auch Maskenbildner sind im Mainfrankentheater Würzburg am Werke. Es werden Perücken und Masken selbst angefertigt. Für eine Perücke sind 40 Stunden Arbeitszeit veranschlagt, um das Echthaar in eine entsprechende Form zu bringen.

Für die Spezialeffekte gibt es auch Spezialisten, die ebenfalls unter der Berufsbezeichnung Maskenbildner beschäftigt sind.

 

v.l. Philipp Rumpel und Konrad Geulich mit „spezial-effect-Masken“

v.l. Philipp Rumpel und Konrad Geulich mit „spezial-effect-Masken“

Als Langhaus erbaut mit 744 Besucherplätzen und einer gewaltigen, drehbaren und versenkbaren Bühne samt mehrebigen Orchestergraben ist das Theater ein riesiger Komplex. Beim vorbei fahren ist dies so gar nicht zu erkennen. Das Mainfrankentheater Würzburg wurde 1966 gebaut und es bedarf unbedingt einer Sanierung. Auch wenn hier große Summen im Raum sind, muss man bedenken, dass hier über 250 Menschen ihren Arbeitsplatz gefunden haben. Ganz zu schweigen vom außerordentlichen kulturellen Beitrag für unsere Heimatregion.

Es war ein hochinteressante Veranstaltung in der Themenfolge der CSU Rottendorf, die da lautet: Ernährung, Energie, Freizeit und Kultur, Medien. Es wurden schon die Bäckerei Rösner unter dem Thema Ernährung und die Firma S. Oliver unter dem Thema Energie mit ihrer einmaligen Geothermie besucht. Der Bayerische Rundfunk informierte hochinteressant über Funk und Fernsehen. Die nächste Aktion findet am 9. April 2013 zwischen 15.30 Uhr und 17.30 Uhr statt.
Für Rückfragen oder bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Andrea Geulich Tel. 09302/4010 in Verbindung.

Am 7. Januar 2013, veröffentlicht in: Berichte von
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