Bericht Bürgermeisterrundgang

Großer Andrang beim Rundgang

mit dem 1. Bürgermeister Roland Schmitt,

der CSU-Fraktion und dem CSU-Ortsverband

 

Die CSU Rottendorf – Ortsverband und Fraktion – waren überwältigt vom großen Interesse beim 8. Bürgermeisterrundgang mit dem 1. Bürgermeister Roland Schmitt. Rund 150 Teilnehmer konnten beim Rundgang um den Wöllrieder Hof gegrüßt werden.

Das Thema war der Wöllrieder Hof mit dem Wertstoffhof, der „Burg“, dem Gut Wöllried, dem Landwirtschaftlichen Betrieb Roth und der Gärtnerei Böck.

Herr Pfennig vom „team Orange“ begrüßte uns auf dem Wertstoffhof des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg.

Er stellte den jetzigen Wertstoffhof vor, und erläuterte die geplante Erweiterung.

Vor allem wies er auf den zukünftigen Einbahnstraßenverkehr hin, der durch eine neue Ausfahrt auf die WÜ 28 ermöglicht wird.

Durch die dann bessere Sortierung in 34 Fraktionen kann der Abfall nach dem Umbau noch umweltgerechter entsorgt werden.

Auf der anderen Straßenseite liegt die sogenannte „Burg“.

Im Keller der „Burg“ sollen vor langer Zeit einmal Leprakranke gelebt haben.

Mit diesem Wissen wurden die Teilnehmer 21 Stufen tief in den Keller geführt, um dort die feuchte, besondere und auch gruselige Atmosphäre aufnehmen zu können.

Erst als alle den Abstieg geschafft, den feuchten Bereich überwunden und sich 20 Stufen hinauf in den großen Saal des Kellers gekämpft hatten, stellte Bürgermeister Roland Schmitt diese Mär richtig.

Nicht dieser Keller war der Aufenthaltsort der Leprakranken aus dem Bereich Würzburg, sondern der ganze Wöllrieder Hof war die Heimat dieser isolierten Menschen. Hier konnten sie sich im 13. und 14. Jahrhundert eigenständig versorgen, und wurden sogar mit den heiligen Sakramenten bedacht, was ein Brief vom Papst Innocenz vom 12. November 1245 belegt.

Lepra war im Mittelalter eine unheilbare infektiöse bakterielle Erkrankung der Haut.
Bgm Roland Schmitt (vorne rechts mit Megaphon) informiert über die „Burg“ und gibt Empfehlungen zum  Abstieg in den Keller  Bild: Wolfgang Mordhorst

Der Keller hat eine Länge von ca. 100 Metern und hat verschiedene Seitengänge.

Der Besitzer der „Burg“ ist die Evangelische Diakonie und der Nutzer ist die Firma „Brauchbar“. Der Geschäftsführer von „Brauchbar“ Herr Johannes hat über die Tätigkeiten seines Unternehmens informiert, und auch darauf hingewiesen, dass Jedermann dort einkaufen kann.

Auch auf die Beschäftigung von benachteiligten Menschen in seinem Unternehmen ist er eingegangen.

Vollgepackt mit Informationen und Erlebnissen wechselten wir wieder die Straßenseite, und wurden von Herrn Wolfgang Roth empfangen und durch seinen landwirtschaftlichen Betrieb geführt.

Interessant war vor allem auch die Baustelle für seine neuen Hallen.

Er begründet diese Investition mit der Tatsache, dass die großen Maschinen nur sehr schwer in die bisherigen Hallen unterzubringen sind. Ein Blick in den bereits umgebauten historischen Hof von Gut Wöllried hat alle beeindruckt.

Auch an diesem Tag war die Kulturscheune mit ihrer besonderen Atmosphäre von einer Hochzeitsgesellschaft genutzt.

Herr Roth hat noch über seine weiteren Vorhaben und Visionen informiert, bevor wir in das riesige Treibhaus der Gärtnerei Böck eingezogen sind.

Herr Julian Böck hat uns seine Anlage gezeigt, seine Systeme der Pflanzenzucht und Bewässerung vorgeführt, und uns letztlich einen schönen Platz für unseren Abschlusshock zugewiesen.

Bei allerlei Getränken, Kaffee und Kuchen wurde noch lange diskutiert und geplaudert.

Vielen Dank für das riesige Interesse und herzlichen Dank allen Helfern und Ausführenden.

Der nächste Bürgermeisterrundgang findet im April 2019 statt.

Am 20. November 2018, veröffentlicht in: Berichte von

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